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Donnerstag, 1. September 2011
Online-Wirsing und ein Angebot einer Königin würdig
vinni, 18:25h
Als ich mich erstmal in meinem neuen Zimmer eingerichtet hatte, begann ich mich neuen Hürden zu stellen, denn schon seit dem ich zum ersten mal jemanden um Hilfe bat, sprachen alle vom Internet und da man mir auch gleich mehrere Seiten vorgeschlagen wurden, klemmte ich mich hinter meinen Laptop und suchte. Ich fand auch recht schnell ein paar Angebote, die mir nicht schlecht erschienen, auch wenn die meisten Anforderungen hatten, die ich schlicht nicht erfüllen konnte. Nichtsdestotrotz fand ich schon bald ein Angebot mit sovielen "wenns" und "abers" bei denn Voraussetzungen, dass ich mich zusammenriss und eine Bewerbung dafür schrieb. Dieses Unterfangen erwies sich als gar nicht so einfach, denn eine Bewerbung habe ich schon lange nicht mehr geschrieben und sie auf Englisch schreiben zu müssen, vereinfachte die Sache nicht gerade. Trotz alle dem schaffte ich es mehr oder weniger und schickte sie ab, auch wenn ich nicht wirklich alles verstanden habe, was die auf der Seite geschreiben haben. Zu meinem Glück habe ich einen anderen Work und Traveller in meinem Zimmer, der mir denn Rat gegeben hat die Queens Str. abzuklappern, weil dort ziemlich viele Läden sein, die nun wieder Leute suchen, da die Studenten, welche dort gearbeitet hätten, nun wieder ihrer eigentlichen Tätigkeit nachgehen müssen und keine Zeit mehr für die Jobs haben. Ich fackelte nicht lange und habe mir die Möglichkeiten mal angesehen. Ich fand auch gleich Jobs, doch weil es schon recht spät war, habe ich mich noch nicht beworben, sondern mache das heute.
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Mittwoch, 31. August 2011
Neuer Tag, neues Zimmer und noch kein Ende in Sicht
vinni, 21:06h
Heute musste ich das Zimmer wechseln, weil ich nur bis Mittwoch gebucht hatte und viele schneller waren als ich. Mein altes Zimmer musste ich früh räumen und mein neues bekam ich erst am Mittag, zu meinem Glück haben sie hier ein Raum voll Schließfächer in dem ich meine Sachen tun konnte, welche ich nicht brauchte und nutzte die Zeit, um eine neue Runde zu drehen. Allerdings habe ich keine große Hoffnung, dass ich einen der Jobs kriege.
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Erster Anlauf
vinni, 03:51h
Mein Versuch war sehr stark von anfänglichen Schwierigkeiten geprägt. Erstmal brauchte ich eine Prepaidkarte, um eine kanadische Telefonnummer zu erhalten und musste, denn Laden finden, was zum Glück kein Problem war. Als ich nun das vobereitete Résumé ausdrucken wollte, hat man mir nicht gesagt, dass der Computer nur Worddokumente ausdrucken kann, weshalb ich nochmal zurück musste, um das Format zu ändern. Nach dem die Probleme beseitigt waren, bekam ich doch noch meine Résumé und konnte meine Rundgang starten, nicht dass ich große Hoffnungen hatte beim ersten Mal, was zu bekommen. Nichtdestotrotz verlief die Runde rechtgut und hoffe möglichst bald, was zu bekommen.
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Dienstag, 30. August 2011
Erster Tag an dem ich Jobsuche betreibe
vinni, 18:19h
Nach einem netten Abend bei dem ich auch mehrere neue Bekannschaften gemacht habe, werde ich mich heute zum ersten Mal auf Jobsuche begeben. Ich hab schon von meinem Zimmergenossen Gareth einen Vorschlag bekommen, doch ob ich das Angebot nehme ist fraglich, da er sich nicht mehr an den genauen Standort erinnern kann. Ich habe schon mehrere Anwohner darum gebeten, wenn sie ein Schild sehen, mich zu kontaktieren. Gleich werde ich erst mal Résumés ausdrucken, was mich wieder Geld kostet, aber man muss auch Geld investieren.
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Small talk, Bettelarm und wunde Füße
vinni, 04:15h
Nach meinem Frühstück begann ich mich mit der Stadt etwas vertraut zu machen. Ich hatte ein bestimmtes Ziel ins Auge gefasst, Chinatown. Aus einigen Berichten wußte ich, dass man billig und gut einkaufen konnte, außerdem hatte ich noch nie wirklich ein Chinatown erlebt und da Kanada doch ein Land der Vielfalt und Höflichkeit war schien es mir doch recht reizvoll. Mein Weg nach Chinatown war ruhig und gemütlich, jedenfalls für eine Großstadt in der Ampeln meist als ein Vorschlag und nicht als eine Anweisung empfunden wurde und nicht nur von den Passanten. Auf meinem Weg bemerkt ich, dass es hier im Vergleich zu Deutschland wirklich unterschiede im Lebensgefühl gab und was mir besonders lustig erschien, war dass ein alter Chinese und ein alter Mann, denn man für den Paten auf Urlaub halten könnte, zwanglos einen Plausch hielten, wobei Menschen von denn unterschiedlichsten Ethnien überall herumliefen und auch wenn Deutschland schon Bereiche hat, die Ausländerfreundlich sind, ist dass nach wie vor ein Unterschied wie Tag und Nacht. Später traf ich mich mit Toni, wir beide brauchten noch unsere SIN-Nummer (Security Insurance Number), damit wir arbeiten konnten. Der Weg dorthin war, wie wir zu spät bemerkten verdammt lang und das Wetter verdammt heiß. Es ist keine gute Idee einen Gewaltmarsch auf fast leeren Magen zumachen und so entschloßen wir uns etwas bei einem Laden holen und uns in den Schatten zu setzen. Wir holten uns Brot und Marmelade zum drauftun, doch besaßen wir kein Messer, weshalb wir dass Brot reintunkten. Im Endeffekt war es für uns eine Sauerei und für die Tauben ein Fest, doch der entspannende Aufenthalt hätte nicht besser verlaufen können, als sich uns ein Mann im Anzug näherte, der uns nach uns fragte, ob wir Reisende seinen und ob wir Hilfe benötigten. Anscheinend hatte unser Eindruck auf den Mann eine so einschlägige Wirkung gehabt, dass er uns gleich aus Mitgefühl 20 Dollar geben wollte. Wir von seiner Aussage überrascht, mußten uns zwingen nicht lauthals loszulachen, konnten das Geld aus Mitleid mit dem Mann nicht annehmen. unserer weiterer Weg ging weitesgehend Ereignislos und unter brütender Hitze. Das Büro, welches wir finden mussten, war in einem Shopping Center versteckt und wurde erstmal von uns übersehen, weshalb wir nochmal eine extra Strecke laufen durften. Als wir es erstmal fanden, war der Rest kein Problem mehr und die Angestellten waren wieder sehr hilfsbereit und halfen, wo sie nur konnten. Unser Weg zurück verlief wesentlich entspannter und ohne lange Sucherei, wir quatschten noch ein bisschen, worauf sich unsere Wege wieder trennten. Ich werde nach meiner Pause zu einem Pubabend gehen, um mich etwas zu amüsieren, aber auch neue Kontakte zu machen.
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